<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-9986336</id><updated>2011-04-21T20:24:24.540-07:00</updated><category term='Globales Lernen'/><category term='Theater'/><category term='Pädagogik'/><title type='text'>Theater-Methoden</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://theater-methoden.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9986336/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://theater-methoden.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>theater-methoden</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00786999891108157773</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://home.arcor.de/letsch/xiaofritz.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>4</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9986336.post-1807812164546104411</id><published>2007-05-30T07:55:00.001-07:00</published><updated>2007-06-01T14:07:24.688-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Paulo Freire und die befreiende Pädagogik: gestern, heute und morgen (Anfang)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Revolutionen finden in den Köpfen statt, und ich glaube, nur wenige Menschen unserer Tage und Jahrzehnte haben so viele Köpfe verändert, wie Paulo Freire in seiner Ausstrahlung und Wirkung über viele Menschen, die wiederum alphabetisierten, Bewusstsein bildeten und andere fortbildeten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Botschaften waren ja auch meist so einfach, einleuchtend und selbstverständlich, dass uns manches Zitat wie aus dem Kalender vorkommt, wie mancher altbekannter guter Aphorismus, immer wieder neuen Menschen zugeschrieben, wie zB. "Der Weg kommt beim gehen". Volkskunst eben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem ist Freire den meisten heutigen Pädagogen in Bayern noch unbekannt geblieben, weil die alte Kommunismus-Angst noch immer mit Totschlag-Argumenten herrscht, zuletzt auch wieder vom Papst wiederholt, als ewiggestrige Abwehr der Theologie der Befreiung, die im gleichen Kontext wie diese Pädagogik entstanden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Gehen wir ein paar Jahrzehnte zurück: &lt;/span&gt;Als Student der katholischen Religions- und Gemeindepädagogik habe ich etwa 1973 in einem der damaligen politisierenden Kreise zur Einewelt-Arbeit die ersten hektografierten Blätter in die Finger bekommen, die wir begeistert im Zirkel diskutierten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Bankierssystem des Lernens, die Einlagen im Kopf der Schüler, die Wiederholung meines alten Wissens als scheinbaren Zins: Auch unsere Dozenten hatten gerade den antropozentischen Ansatz entwickelt, nicht mehr den Kanon der Katechismusfragen und der Wunder Jesu auswendig lernen zu lassen, sondern sich erst selbst zu fragen, was das jeweils im Leben unserer Schüler gerade zu sagen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Freire ging weiter, wie auch wir damals: &lt;/span&gt;Die ersten Transparente bei der Fronleichnamsprozession waren ein Skandal, der jugendliche Aufbruch mit dem Motto "Wir sind Kirche" war schon kaum für eher aufgeschlossene Personen, wie damals auch Kardinal Döpfner, wirklich vermittelbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Figur der Werbung für kirchliche Berufe dieser Zeit: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Dom Helder Camara&lt;/span&gt;, der mutige Erzbischof aus dem armen Nordosten Brasiliens, mutig gegen Grossgrundbesitzer und Militärdiktatur, heut fast nicht mehr vorstellbar:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ministerpräsident Franz Josef Strauß verkauft den Diktatoren Waffen, fädelt Geschäfte ein, die Zeitungen berichten stolz darüber, zeigen die Bilder, unser ohnmächtiger Protest verhallt unverstanden. Kein Wunder, dass sich andere dabei radikalisierten und den Befreiungskampf aus Südamerika in die deutschen Städte tragen wollten, bis heute bleiben sie in den Auseinandersetzungen unverstanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wir radikalisierten uns mit Freire in der anderen Richtung:&lt;/span&gt; Die Waffen auf der Seite der Armen liegen in der Bildung, wie Paulo Freire schon in den 60er Jahren in Brasilien beweisen konnte: In der ersten Alfabetisierungskampagne noch vor der Militärdiktatur hatte er eine Steilvorlage aus der Politik bekommen, die er mit seinen Studierenden intelligent nutzte:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur Menschen, die Lesen und schreiben konnten, sollten zur Wahl gehen dürfen, bestimmte die damals noch liberale Regierung. Also bereiteten Freire und seine Freunde die Studierenden in vielen Zirkeln darauf vor, in den Semesterferien in ihr jeweiliges Dorf zu gehen, und den Leute in kurzen Kursen dies beizubringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nicht nur Buchstaben, wie wir dies kennen, für die Kinder, sondern in Silben, wie das in Portugues leichter zu gliedern und merken ist, und mit dem Hintergrund der Schlüsselbegriffe: Welche Themen bewegen diese Menschen, in welchen Widersprüchen leben sie, welche Worte zu schreiben wird für sie wichtig? &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bewusstseinsbildung entsteht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bewusstsein ist ist nicht einfach Wissen um Tatsachen, sondern auch um ihr Entstehen und ihre Möglichkeit der Veränderung: Wenn ich weiss, wie der Grossgrundbesitzer zu seinem Besitz kam, weiss ich auch, dass das nicht Schicksal ist, bekomme die Fähigkeit, die Zukunft auch anders zu denken. Getreu der Devise Thomas Müntzers: "&lt;span style=""&gt;Als Adam pflügte und Eva spann, wo war denn da der Edelmann?"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich weiss, dass Unrecht immer Verteidigung braucht, weil es ein instabiler Zustand ist, wie uns Hildegard Goss-Mayer in der Friedensarbeit der folgenden Jahre auch hierzulande beibrachte, höre ich die entsprechende Botschaft, die in der Pädagogik der Unterdrückten angelegt ist: Die Armen sind eher fähig, zu lernen, weil sie nichts zu verteidigen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute sehen wir das in einem kritischeren Licht, und Augusto Boal ist kürzlich daran gegangen, eine "Ästhetik der Unterdrückten" zu entwerfen: Wie können wir uns aus den mit Konsumversprechen zugemüllten Bewusstseinshalden befreien?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Boal, zehn Jahre jünger als Paulo Freire, hatte mit dem Theater der Unterdrückten einen weiteren Flügel der Bewusstseinsbildung aufgemacht, den er auf Freire's Pädagogik gründete: Beide waren dann in den 70er Jahren zuerst in südamerikanischen Ländern an der Arbeit, dann in Europa im Exil, Freire in der Schweiz, Boal in Paris.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freire  erstellte als Berater in Bildungsfragen in wirtschaftlich unterentwickelten Ländern für den Ökumenischen Weltkirchenrat in Genf Alphabetisierungskampagnen für afrikanische Länder wie Guinea Bissau, Boal hielt Workshops in ganz Europa, hauptsächlich für Schauspieler, und versuchte, Inszenierungen an Theatern zu bekommen, aber die Sprache der lateinamerikanischen Poesie war nur den alternativen Kreisen als befreiend erlebbar, die herrschende Schicht wusste zu sehr um das Unrecht, das aus der Geschichte immer wieder spürbar wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte bis dahin ein paar Berufsjahre und nebenbei eine konventionelle Schauspielschule erlebt und fand die Grundlage für meinen neuen Aufbruch (Ratzinger hatte inzwischen seinen freundlichen Mehltau auf München gelegt, und viele hoffnungsvollen Erneuerungen des Konzils und der Synode wurden zurückgenommen) in einem Projekt von Boal, das er mit arbeitslosen Schauspielenden in München inszeniert hatte: Forum-Theater, durch das Publikum zu verändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Folge gab es hier und in Berlin regelmässig Workshops und ich hatte mein neues Berufsfeld für die nächsten 25 Jahre gefunden: In der Jugendarbeit, in Fortbildungen in Verbänden war ich durchs ganze Land unterwegs, die Methoden zu vermitteln, nicht nur Statuen zu den generativen Themen der Teilnehmenden, sondern auch grosse Forum-Aufführungen mit den Leuten zu entwickeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine der größten in der Olympiahalle brachte  vor die staunenden 10.000 Besucher der Nacht der Solidarität des Katholikentages 1984 in München in 12 Minuten ein schwules Coming-out, und viele der Szenen spielten in den Strassen des Landes, von der Pershing-Stationierung bis Folter-Darstellung vor der Philharmonie in Berlin, anlässlich eines grossen Tango-Abends dort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; 1994 hatten wir Paulo Freire zu Gast in München&lt;/span&gt; und in einigen deutschen Städten, und er sagte uns vor allem: "Befreit euch von eurem schlechten Gewissen!" - Das hatte er in etlichen Äusserungen unserer vielen hundert Teilnehmenden gespürt, aber auch eine grosse Freude über die Darstellung der Praxis unserer KollegInnen in der Freire-Gesellschaft: Von Asylarbeit und Migrantenkindern in der Schule, Drogenarbeit und der Last der LehrerInnen war da die Szenen und die Rede.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein bitteres Beispiel der Angst vor dem katholischen "Kommunisten" aus Brasilien erlebten wir in der Münchner Universität: Flavia Mädche hatte gerade über den Dialog in der Erziehungskonzeption von Paulo Freire promoviert, das Buch heisst: "Kann lernen wirklich Freude machen?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überglücklich berichtet sie in der Uni, dass gerade zum Zeitpunkt ihrer Verleihung der Doktorwürde Paulo Freire, Ehrendoktor von mehr als 30 Universitäten, in München zu Gast ist. Der Kultusminister wird über die Bühne in den Saal geleitet, die Begrüssung für den Ehrengast aller anderen Universitäten sieht an dieser Universität nur peinlich aus ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das bringt mich gerade zum Stichwort &lt;a href="http://www.socioweb.de/lexikon/lex_geb/begriffe/kulturde.htm"&gt;"Kultur des Schweigens"&lt;/a&gt;, zu dem unsere Berliner Kollegin Ilse Schimpf-Herken einmal ausführlich gerade die Universitäten angesprochen hat: (siehe Grundlagen ganz unten auf  &lt;a href="http://home.arcor.de/Letsch/ewnpfg.htm"&gt;http://home.arcor.de/Letsch/ewnpfg.htm&lt;/a&gt; )&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1996 hatten wir noch einen weiteren Besuch Freire's in Deutschland in Planung, der aber wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr stattfinden konnte. 1997 war kurz nach dem Tod von Freire das internationale Treffen zum Theater der Unterdrückten in Toronto, wo wir gemeinsam seiner Arbeit gedachten und  dankbar für seine Anregungen, die Weiterarbeit in unserem Stile besprachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Konferenz mit den europäischen KollegInnen brachte uns dann die damals neueste Entwicklung von Augusto Boal nach München: Das Legislative Theater.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Brasilien war in den achziger Jahren wieder auf dem Wege der Demokratisierung, Freire konnte wieder nach Sao Paulo und übernahm Aufgaben in der Bildungsplanung, Augusto war Ende der 80er sogar Stadtrat von Rio de Janeiro geworden, nachdem ein erstes Projekt zu "Volkstheater-Fabiken" wegen leerer Politiker-Versprechen geplatzt war:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Stadtrat konnte er seine Theatergruppe als Mitarbeitende anstellen, und sie entwickelten verschiedene Formen, wie die Anliegen der Initiativen in der Stadt in Rathausdebatten und Politik umzusetzen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Art der Aneignung der eigenen Stadt hat dann auch in anderer Form wieder Schule gemacht: In Porto Alegre gab es den beispielgebenden ersten partizipativen Haushalt in Brasilien, in dem die BürgerInnen in alle Prozesse der gemeinsamen Haushaltsplanung eingebunden werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was in Deutschland mit der Vermittlung von Spar-Haushalten versucht wird, hat nicht mehr annähernd den Charme und die Kraft der brasilianischen Vorbilder, die eher mit hiesigen Sätzen: "Wir wollen nicht ein Brot, sondern die ganze Bäckerei!" zu übertragen wären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn es hier jetzt regelmässig Workshops zur solidarischen Ökonomie gibt: Die Grundlagen der Selbstverwalteten Betriebe und Projekte waren früher auch schon im Geiste Paulo Freire's reflektiert, in der AG SPAK, der Arbeitsgemeinschaft Sozialpolitischer Arbeitskreise, ursprünglich einmal der evangelischen und katholischen Studentengemeinden, stand der Arbeitskreis Bewusstseinsbildung mit der befreienden Pädagogik neben der emanzipatorischen Krüppelbewegung und dem Theoriearbeitskreis alternative Ökonomie, der Psychiatriegruppe und der Drogenarbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die daraus gegründete Paulo-Freire-Gesellschaft intensivierte den Praxis-Austausch der Beteiligten zwischen Sozialer Arbeit, Schulen und an einigen Hochschulen, sie leidet nur etwas unter dem hohen Praxis-Einsatz der meisten KollegInnen in ihren Arbeitsbereichen, so dass wir uns oft nur kurz aus den Arbeitsbereichen berichten wie der Frauenarbeit in Afghanistan oder mit Migrantenkindern in der Schule, von Lehreraustausch Berlin mit Chile und vom Theater mit Kölner Migrantinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ist unsere Situation seltsam gespalten: Die befreiende Pädagogik wirkte in viele Bereiche, vor allem auch in die Methoden der Erwachsenenbildung, und doch haben wir kaum deutsche Literatur dazu, auch die Erstellung unserer Zeitschrift war uns zu mühsam geworden, gleichzeitig ist den Meisten im Internet noch nicht genug Austausch-Form geläufig.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9986336-1807812164546104411?l=theater-methoden.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://theater-methoden.blogspot.com/feeds/1807812164546104411/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=9986336&amp;postID=1807812164546104411' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9986336/posts/default/1807812164546104411'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9986336/posts/default/1807812164546104411'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://theater-methoden.blogspot.com/2007/05/paulo-freire-und-die-befreiende_30.html' title=''/><author><name>theater-methoden</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00786999891108157773</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://home.arcor.de/letsch/xiaofritz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9986336.post-486958749384358597</id><published>2007-05-30T07:55:00.000-07:00</published><updated>2007-06-01T17:16:30.050-07:00</updated><title type='text'>Paulo Freire und die befreiende Pädagogik: gestern, heute und morgen (2)</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Paulo Freire und die befreiende Pädagogik: gestern, heute und morgen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;2. Teil&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sehen - urteilen  - handeln&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Sie kennen den Dreischritt vielleicht von den Pfadfindern oder aus der Christlichen Arbeiterjugend, überall meint er entsprechendes: Nicht nur analysieren und beurteilen, sondern auch ins gemeinsame Handeln kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo unsere Schule meist mit den Noten und Zeugnissen endet, beginnt nicht der berühmte Schritt ins Leben: Die ersten Jahre sind schon mit schlechten Vorbildern vertan, wenn das Leben nicht schon begonnen hätte, auch eigenständiges und gemeinsames Handeln zu lernen. Wir sind nicht zu Konsumenten geboren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsames Handeln wird hier in Bayern derzeit wieder neu für die Schule entdeckt, und einige Vorreiter haben EineWelt-Gruppen, Schülerräte und Welt-Läden in ihren Schulen als Lernprojekte aufgezogen, und während andere noch über Globalisierung jammern, fahren manche schon zu Partnern nach Indien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsames Handeln der Eltern, Lehrer und Verantwortlichen in Parteien und Politik ist eher selten geworden, weil uns für intensives Zusammenarbeiten die Zeit oder Konzentration fehlt, und wo dazu aufgerufen wird, nehmen wir eher an, dass etwas vertuscht oder ein Konflikt weggebügelt werden soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freires Arbeitsweisen entstanden in Zirkeln, die gemeinsam forschten. Das kann unseren Kommissionen und Tagungen selten nachgesagt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lernende Organisation&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solidarische Ökonomie&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Von Paulo Freire lernen:  Bendit / Heimbucher, Reihe Deutsches Jugendinstitut: Analysen Band 10, Juventa Verlag München 1977&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9986336-486958749384358597?l=theater-methoden.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://theater-methoden.blogspot.com/feeds/486958749384358597/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=9986336&amp;postID=486958749384358597' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9986336/posts/default/486958749384358597'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9986336/posts/default/486958749384358597'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://theater-methoden.blogspot.com/2007/05/paulo-freire-und-die-befreiende.html' title='Paulo Freire und die befreiende Pädagogik: gestern, heute und morgen (2)'/><author><name>theater-methoden</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00786999891108157773</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://home.arcor.de/letsch/xiaofritz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9986336.post-2843579495026849475</id><published>2007-05-12T09:45:00.000-07:00</published><updated>2007-05-13T15:12:16.945-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Theater'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pädagogik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Globales Lernen'/><title type='text'>Forum-Theater zu unseren Welt-Bildern</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Theaterpädagogische Methoden zur direkten Umsetzung im Unterricht in allen Altersstufen, hier vorwiegend für die Sekundarstufe vorgestellt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;1. Einheit (je ca. 45 min)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Statuenbilder zu den Themen des Globalen Lernen erarbeiten, vorstellen und einordnen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die anderen Beteiligten dienen uns als Darstellende: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;In fünf Schritten bringen wir die Anderen klar und respektvoll zu Gesten und Haltungen, die gemeinsam eine Szene von Druck und Scheitern ergeben: Sie zeigen dann, was verändert werden muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir "lesen" die Bilder und Szenen gemeinsam, machen uns gegenseitig auf Spannungen und kleine Auffälligkeiten sowie den Energiefluss und Blockaden aufmerksam: Wie wird der Druck gehalten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschliessend generalisieren wir die Bilder und Szenen nach Gemeinsamkeiten, Themen, Vergleichbarkeit, wir können die Ideen, auch der Anderen, nach Bedarf weiter bearbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Einheit:&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Arbeitsweise von Kodierung und Dekodierung&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;Die generativen Themen der Teilnehmenden sind die hochmotiviertesten Lernfelder: Thematische Gruppen arbeiten selbständig weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Welt-Bilder zwischen Angst, Ärger und Hoffnung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die respektvolle Bestandsaufnahme: Einordnung und Nachfragen, persönliche Anteile und die gemeinsamen gesellschaftlichen Aufgaben dahinter&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ansätze für anderes Handeln in den Bildern finden:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Jede Anspannung ist ein Signal für notwendige Veränderung: Ist es nur die Spannung der Haltung, oder ist es das Zeichen der Blockade, zu verändern ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Versuche zur Veränderung sprechen lassen: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Was sagt uns die eigene Aussage, wenn wir den Kontext wechseln?&lt;br /&gt;Was assoziieren die Anderen dazu?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;2. Forum-Szenen zur Veränderung durch ein Publikum vorbereiten&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Eine kurze Szene entwerfen, die die Zuschauenden zur Handlung bringen kann&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In kleinen thematischen Gruppen eigene Geschichten erzählen:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die eigenen Anteile generalisieren und zur Verfügung stellen, Auswahl&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie eine Hauptfigur zu Wunsch, Störung und Scheitern kommt:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Kurzbiografie, Wunsch und Widerstand, mögliche Helfer und Gegenspieler&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das Scheitern wird durch Identifikation zur Herausforderung des Publikums&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Rolle und Arbeitsweise des Jokers im Forumtheater&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Veränderungsversuche des Publikums hinterfragen und einordnen&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Jeder Versuch als motivierte Aktion hat in der Vielfalt der Wahrnehmung seinen Platz - und wird gewürdigt.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9986336-2843579495026849475?l=theater-methoden.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://theater-methoden.blogspot.com/feeds/2843579495026849475/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=9986336&amp;postID=2843579495026849475' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9986336/posts/default/2843579495026849475'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9986336/posts/default/2843579495026849475'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://theater-methoden.blogspot.com/2007/05/forum-theater-zu-unseren-welt-bildern.html' title='Forum-Theater zu unseren Welt-Bildern'/><author><name>theater-methoden</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00786999891108157773</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://home.arcor.de/letsch/xiaofritz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9986336.post-7096289138069253911</id><published>2007-01-01T06:37:00.000-08:00</published><updated>2007-01-01T06:55:07.487-08:00</updated><title type='text'>Prävention mit Theater-Methoden</title><content type='html'>Prävention mit Theater-Methoden bei den Zielgruppen ansiedeln&lt;br /&gt;Was zum Thema Aids in anderen Breitengraden erfogreich angewandt wird,&lt;br /&gt;kann auch bei uns in Jugendarbeit und Schule wirksam werden: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Jugendliche und Schüler die Themen der Prävention selbst in Szene setzen,und die intensive Auseinandersetzung im Publikum dazu angeregt wird, kann ein Thema nicht an ihren Erfahrungen und Realitäten vorbeigehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es entstehen dabei keine moralischen Apelle, sondern Bilder ihrer eigenen Dilemma:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie stehe ich in den Augen der Anderen mit diesem oder jenem Verhalten da?&lt;br /&gt;Welche möglichen Varianten und welche Auswege, aber auch welche Hilfen gibt es?&lt;br /&gt;Dabei können sowohl die Themenbereiche Aids und Sexualität, als auch Drogen und Konsum angesprochen und zur Wahl gestellt werden.&lt;br /&gt;Zur Ansiedlung eines gelungenen Forum-Theater in der Jugendarbeit und Schule kann eine eigene Workshop-Erfahrung gute Grundlagen schaffen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann können Sie selbst die Jugendlichen und Schüler zur Erstellung von Szenen anleiten, oder TheaterpädagogInnen /SozialpädagogInnen / Präventionsmitarbeitende einladen. Die Methode des Forum und die Arbeit des Joker sollte einmal erlebt worden sein, damit sie den KollegInnen wie den Zielgruppen logisch erläutert werden kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einführungstag mit dem Pädagogischen Institut Workshop mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt / Prävention &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*Beispiel: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem staubigen afrikanischen Dorfplatz fangen ein paar Fremde an, eine Bühne aufzubauen.&lt;br /&gt;Die Kinder schauen schon neugierig, die Jugendlichen gesellen sich allmählich dazu. Vorsichtig&lt;br /&gt;kommen auch die ersten Frauen dazu, dann die Männer und die Alten. Die Theaterleute beginnen, sich umzukleiden, etwas zu schminken, bis ihre Rollen klar sind:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die junge Frau, die ausgehen will, der junge Mann, die Eltern und noch ein paar junge Leute. Die Geschichte beginnt: Ermahnungem die abgewiesen werden,Einschüchterungsversuche. Ankunft im Kreis der Freundinnen und Freunde, zuerst locker, doch ein Konflikt bahnt sich an, Verhalten wird erwartet und eingeklagt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Dilemma wird klar: Zu den Freundinnen halten oder den anderen Erwartungen folgen?&lt;br /&gt;Das Stück wird unterbrochen, Unruhe im Publikum: Eine Joker-Figur fragt das Publikum, wie die Hauptfigur weiterspielen soll: Moralisch oder Unmoralisch? Das Dilemma wird ausgesprochen, Meinungen zu den Möglichkeiten, vielleicht auch Auswege.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wortführende werden auf die Bühne gebeten, wenn sie nicht bereit sind, kann ihr Vorschlag auch von den SchauspielerInnen gespielt werden.",1] &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;          fritz Letsch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a&gt;http://fritz-letsch.de&lt;/a&gt; oder gleich&lt;br /&gt;&lt;a&gt;http://home.arcor.de/letsch&lt;wbr&gt;/homepage.htm\n&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Schellingstrasse 91, 80799 München&lt;br /&gt;089-45222668 mobil 0171-9976231&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9986336-7096289138069253911?l=theater-methoden.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://theater-methoden.blogspot.com/feeds/7096289138069253911/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=9986336&amp;postID=7096289138069253911' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9986336/posts/default/7096289138069253911'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9986336/posts/default/7096289138069253911'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://theater-methoden.blogspot.com/2007/01/prvention-mit-theater-methoden.html' title='Prävention mit Theater-Methoden'/><author><name>theater-methoden</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00786999891108157773</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://home.arcor.de/letsch/xiaofritz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
